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Christoph Drösser is a freelance science writer from Germany living in San Francisco, working mainly for German newspapers, magazines and radio stations. Before arriving in the Bay Area, he was a science editor and reporter at Germany’s major weekly paper, Die Zeit, for 18 years. His weekly column, “Stimmt’s?” (“Is it true that…?”,) about scientific and other urban myths, has been printed weekly since 1997. From 2004 to 2006, he was the founding Editor-in-Chief of Zeit Wissen, a bi-monthly popular science magazine still in publication. His radio column, “Stimmt’s?” has aired daily on Radio Eins since 2002.

Christoph Drösser has published about 15 popular science books in Germany, including: Wenn die Dinge mit uns reden (Duden, 2021) about new language technologies based on artificial intelligence, Total berechenbar? Wenn Algorithmen für uns entscheiden (Hanser, 2016,) a book on how algorithms are shaping our daily life; Wie wir Deutschen ticken (Edel, 2015,) Wir Deutschen und das Geld (Edel, 2016) and Wir Deutschen und die Liebe (Edel, 2017,) three books with representative surveys about various general topics about the Germans’ life, and their attitude towards financial matters; Hast du Töne? Warum wir alle musikalisch sind (Rowohlt, 2009,) a book on research about music and the brain, and why everybody is musical; and Der Mathematikverführer (2007,) Der Logikverführer (2012) and Der Physikverführer (2010) (all with Rowohlt,) three popular books on mathematics, physics and logic. Der Mathematikverführer was a national best-seller and sold more than 130,000 copies. He has also written several children’s books, among them 100 Kinder (Gabriel, 2020,) a book with statistics about the children of the wold, and Es geht um die Wurst (Gabriel 2021,) a book about whether we can still eat meat responsibly.

Christoph Drösser was a Knight Science Journalism Fellow at MIT (1993-94,) a Journalist in Residence at the Kavli Institute for Theoretical Physics in Santa Barbara (2014) and a Journalist in Residence at the Simons Institute for the Theory of Computing in Berkeley (2017). From September 2021 to February 2022, he is a fellow at the new MIP.labor at Freie Universität Berlin.

He was awarded the Media Prize of the German Mathematical Association (DMV) in 2008 and was Science Journalist of the Year in Germany (awarded by Medium Magazine) in 2005. For his children’s book “100 Kinder” (together with illustrator Nora Coenenberg) he received the 2021 German Children’s Literatur Award in the non-fiction category.

On Facebook: christophdroesser

On Twitter: chrdr

Literary agent for Germany: Heike Wilhelmi, agenturwilhelmi.de

English version

In the English version of my website, I only include articles published in English, of which there aren’t too many at the moment. Go to the German version (change the language in the upper right corner) to get a more representative picture of what I write about, even if you can’t read every article!

In Order Not to Discriminate, We Might Have to Discriminate

Simons Institute Newsletter, 12/22/17

We all want to be unbiased. We don’t want to hire people based on their gender; we don’t want people to be incarcerated because of the color of their skin. Laws explicitly forbid discrimination on the basis of a set of “protected categories” like sex, race, religion, or age. The conventional wisdom is that fairness is best achieved when you try to be as blind as possible to these categories – for example, by having people apply for a job without stating their name and age or attaching a photograph. Then the employer would pick candidates solely based on their qualification for the job. But this assumption – the essence of many equality laws and court decisions – might be wrong. Mathematically provably wrong

Kids & Codes

Die Zeit, 12/13/17 (in German)

Do kids have to learn to code? Not necessarily, if they understand how computers work.

Wenn es die Kanzlerin sagt, muss es ja stimmen: “Ich glaube, dass die Fähigkeit zum Programmieren eine der Basisfähigkeiten von jungen Menschen wird, neben Lesen, Schreiben, Rechnen.” Das sagte Angela Merkel bei der Eröffnung der Computermesse Cebit in diesem Jahr, und auch der ehemalige US-Präsident Barack Obama (sein Nachfolger hat sich noch nicht zum Thema geäußert) forderte seine jungen Bürger auf, das Coden zu lernen: “Kauft nicht einfach nur ein neues Videospiel – macht eins. Ladet nicht nur die neueste App runter – helft dabei, sie zu entwickeln. Spielt nicht nur auf eurem Telefon – programmiert es.”

“Premature Deaths” – A Questionable Category

Die Zeit, 11/29/17 (in German)

How many people dayd as a consequence of the VW diesel scandal? This is a controversy among statisticians.

Der VW-Abgasskandal hat Menschenleben gekostet. 500 Deutsche sind vorzeitig gestorben, weil Volkswagen bei den Abgaswerten geschummelt hat und die Dieselfahrzeuge der Firma mehr Schadstoffe ausstießen als erlaubt. Das jedenfalls steht in einer wissenschaftlichen Arbeit, die im März in der Zeitschrift Environmental Research Letters erschien. Diese Veröffentlichung steht nicht allein: In den USA hat Volkswagen 59 vorzeitige Todesfälle auf dem Gewissen, berichtete vor zwei Jahren dieselbe Zeitschrift. Sogar für Kalifornien hat ein Forscherteam die Zahlen berechnet: Dort starben zwölf Bewohner zwischen 2009 und 2015 zu früh, weil VW-Fahrzeuge die Luft verpesteten

Irresistible

Die Zeit, 11/8/17 (in German)

The use of smartphones while driving is responsible for thousands of deaths every year.

Jeder weiß, wie gefährlich es ist, aber die meisten tun es trotzdem. Piept das Smartphone, kann kaum jemand dem Reflex widerstehen, sofort nachzuschauen, was für eine Nachricht da angekommen ist, auch nicht am Steuer. Und das hat Folgen: Mindestens 300 Deutsche sterben jährlich, weil ein Autofahrer nicht die Finger (und vor allem die Augen) vom Handy lassen konnte. Das sind mehr als jene rund 250 Todesopfer, welche auf Alkohol am Steuer zurückzuführen sind. Das Smartphone, sagen Experten deshalb, ist in den zehn Jahren seiner Existenz zum Unfallrisiko Nummer eins geworden

Young Blood Against Dementia

Deutschlandfunk, 11/1/17 (in German)

If young mice are injected the blood of young mice, they get better at navigating a maze. Two researchers are testing if this discovery could help alleviate or even revert human dementia. The first results of their study look promising.

“Blut ist ein ganz besonderer Saft”, sagte Mephistopheles in Goethes “Faust” und ließ diesen den Teufelspakt mit Blut unterschreiben. Blut ist das Elixier des Lebens, dachte sich auch Anfang des 17. Jahrhunderts die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory, die angeblich junge Frauen töten ließ, um in ihrem Blut zu baden. Sie erhoffte sich, davon wieder jünger zu werden. Wirklich teuflisch.

Ganz so brutal ist der Schweizer Forscher Tony Wyss-Coray, der im kalifornischen Stanford forscht, bei seinen Experimenten nicht vorgegangen. Aber ein bisschen makaber waren die auch: Der Mikrobiologe nähte Mäuse paarweise zusammen, immer eine junge und eine alte Maus, so dass sie einen gemeinsamen Blutkreislauf hatten. Parabiose nennt man das. Die Folge: Bei der alten Maus, die schon Zeichen von Demenz zeigte, bildeten sich neue Hirnzellen

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Where the Wildfires in Northern California Came From

Zeit Online, 10/13/17 (in German)

The recent wildfires in Northern California were the worst in history. Three factors led to the catastrophic effects.

So schöne Sonnenuntergänge wie in den vergangenen beiden Tagen hat San Francisco lange nicht erlebt. Glutrot hing die Sonne in den Abendstunden über der Stadt, eine fast unnatürlich erscheinende Färbung. Ursache für das Naturschauspiel sind die Aschepartikel in der Luft. Die kalifornische Metropole, sonst bekannt für die kühle Meeresbrise, die vom Pazifik weht, verzeichnet seit Tagen eine Luftqualität wie Peking. Die Schulkinder dürfen in der Pause nicht draußen spielen, es sind weniger Radfahrer auf den Straßen zu sehen, Gesichtsmasken sind ausverkauft

“Me” Is Someone Else

Die Zeit, 9/27/17 (in German)

The author had his personality analyzed four times, by different online psychological tests. The results vary radically. How can that be?

“Sie wissen alles über uns!” An solche Sprüche haben wir uns gewöhnt. Und wir bemerken die Anzeichen: Wenn die Werbung für ein Produkt uns durch das Internet verfolgt, selbst wenn wir die Ware schon gekauft haben. Wenn auf Googles Stadtplan Restaurants hervorgehoben werden, in denen wir vor Monaten gegessen haben und von denen wir Google nichts erzählt haben. Wenn Amazon uns sagt, was wir kaufen oder lesen sollten, weil es glaubt, unseren Geschmack zu kennen.

Das Geschäftsmodell der Online-Händler bedient sich äußerlicher Aspekte einer Person – was ich kaufe, welche Orte ich besuche. Ich nehme es achselzuckend hin, auf Schritt und Tritt von den digitalen Diensten verfolgt zu werden. In mich hineingucken aber können die ungebetenen Helfer zum Glück nicht. Die Gedanken sind frei. Meine Gefühle und Stimmungen gehören immer noch mir selbst, bleiben vor anderen verborgen. Oder doch nicht?

Unser Denken ist längst sichtbar. Es ist durchaus möglich, aus den digitalen Spuren, die wir hinterlassen, Rückschlüsse auf unser Wesen zu ziehen. Dabei geht es nicht um peinliche Partyfotos, die wir leichtsinnig auf Facebook gepostet haben, oder um einen Kommentar, mit dem wir jemandem einmal richtig die Meinung sagen wollten.

Selbst wer sich bemüht, im Netz nichts über sich zu verraten, gibt jede Menge Informationen preis. Die daraus abgeleiteten Psycho-Analysen können nicht nur dazu benutzt werden, uns noch passendere Werbung zu präsentieren. Sie beeinflussen auch unsere Chancen, einen Kredit zu bekommen oder zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Sie sollen dabei helfen, radikale Wichtigtuer von Terroristen zu unterscheiden. Und sie vermögen sogar, behaupten ihre Macher, potenzielle Selbstmörder online zu identifizieren und ihnen Hilfe anzubieten