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Barbara Stauffacher Solomon – die «Supergrafikerin» mit Schweizer Background

SRF2 Kultur

Barbara Stauffacher Solomon prägte mit ihrer Grafik den Look des legendären Aussteigerprojekts Sea Ranch in Kalifornien. In die Lehre ging sie in Basel.

Barbara Stauffacher Solomon kam 1955 mit ihrer Mutter und ihrer dreijährigen Tochter nach Basel. Die junge Künstlerin, damals war sie 27, hatte gerade einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Ihr Ehemann war unerwartet gestorben. In der Schweiz suchte sie Halt für ihr aus den Fugen geratenes Leben – und fand ihn bei den strengen modernen Gestaltern an der Kunstgewerbeschule

Sea Ranch – Alternatives Wohnen in Kalifornien

Deutschlandfunk – Corso

In den 60ern zogen Künstler und Architekten aus San Francisco in den Norden Kaliforniens, um am Meer eine Siedlung im Einklang mit der Natur zu bauen. The Sea Ranch wollte eine ästhetische Revolution und wirkliche Gemeinschaft schaffen. Die Idee schafft den Sprung ins 21. Jahrhundert – und ins Museum.

San Francisco in den 60er-Jahren – viele mögen da an den Sommer der Liebe 1967 denken, an die Hippies und an den Beginn der Alternativbewegung. Aber es gab schon ein paar Jahre früher Versuche, dem Stadtleben und seinen Zwängen zu entfliehen. 1962 hatten amerikanische Architekten und Landschaftsplaner die Vision von einer Siedlung zweieinhalb Stunden nördlich von San Franscisco, direkt an der rauen Pazifikküste gelegen. Einer von ihnen war der Landschaftsarchitekt Larry Halprin.

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Forschen mit Facebook-Daten?

Deutschlandfunk Kultur

Von Schlagzeilen getrieben: Facebook hat den Zugang zu Daten seiner User von außen weitgehend dichtgemacht. Wie davon auch akademisch forschende Wissenschaftler betroffen sind, erklärt David Ginsberg, der Forschungschef von Facebook.

Für Außenstehende drängt sich in den letzten Monaten der Eindruck auf, dass Facebooks Datenwall löchrig ist wie ein Sieb. Ist das soziale Netzwerk ein Selbstbedienungsladen für Hacker? Tatsächlich hat Facebook das sogenannte „Graph API“, die Schnittstelle, über die Außenstehende auf die Vernetzungsdaten der Nutzer zugreifen konnten, nach dem Cambridge-Analytica-Skandal weitgehend dicht gemacht.

Ein Nebeneffekt: Auch seriöse Wissenschaftler kamen nicht mehr an die Daten heran, die für sie ein wertvoller Rohstoff zur soziologischen Forschung im Internet-Zeitalter waren. 30 von ihnen schrieben einen empörten offenen Brief. Sie listeten 150 akademische Arbeiten auf, die ohne die Facebook-Daten unmöglich gewesen wären.

Studien darüber, wie sich Nachrichten in den sozialen Netzen verbreiten, aber auch über die Beziehungen zwischen den Menschen. Wie soll Facebook damit umgehen? Eine schwierige Abwägung, sagt David Ginsberg

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„Wir sind nicht nur Angestellte, wir sind Besitzer“

Zeit Online

Googles Mitarbeiter protestieren gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz – unterstützt von der Firmenleitung. Doch die Beschäftigten fordern mehr als Beifall.

Es war eine beeindruckende Aktion: Mehr als 20.000 Google-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in der ganzen Welt legten am vergangenen Donnerstag um 11.10 Uhr die Arbeit nieder und demonstrierten vor ihren Büros gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Die Zahl stammt von den Organisatoren. Wenn sie stimmt, verließ jeder fünfte Mitarbeiter des Internetkonzerns sein Büro.

Die Googler protestierten, jedenfalls auf den ersten Blick, vor allem gegen eine Zahl: 90 Millionen. Mit so vielen Dollar soll dem Android-Erfinder Andy Rubin 2014 der Abgang von Google versüßt worden sein, nachdem ihm vorgeworfen wurde, eine Kollegin, mit der er eine Affäre hatte, zum Oralsex gezwungen zu haben

Wetten, die Welt geht unter?

Die Zeit

Als der Teilchenbeschleuniger LHC an den Start ging, begann ein kurioses Gewinnspiel: 500 Dollar auf die Apokalypse! Jetzt ist Zahltag.

Panische Aufrufe im Internet, Todesdrohungen gegen beteiligte Forscher und mehrere Versuche, ein Experiment per Klage vor Gericht zu stoppen: Als vor zehn Jahren am europäischenKernforschungszentrum Cern der Large Hadron Collider (LHC) in Betrieb genommen wurde, war die Aufregung gewaltig. Einige Zeitgenossen fürchteten, der riesige Teilchenbeschleuniger könne die Welt zerstören. Denn ein Tübinger Wissenschaftler hatte behauptet, in den hochenergetischen Kollisionen der Elementarpartikeln könnte möglicherweise ein winziges Schwarzes Loch entstehen, welches immer weiter anwachsen und am Ende die Erde verschlucken werde. Als dann am 10. September 2008, einem Mittwoch, die ersten Protonen durch den Ringbeschleuniger geschickt wurden, rechneten die Warner mit dem Schlimmsten.

Während in Europa die Diskussion zwischen Apokalypse und Amüsement pendelte, ging bei der Long Now Foundation in San Francisco eine sportliche Wette ein. Ein gewisser Joe Keane wettete 500 Dollar darauf, dass der LHC binnen zehn Jahren die Erde zerstören werde 

Fahndung im Stammbaum

Die Zeit

Mit Genetik und Ahnenforschung klären Ermittler in den USA Gewalttaten auf, die Jahrzehnte zurückliegen.

Paul Holes saß in seinem geparkten Auto in Citrus Heights, einem Vorort der kalifornischen Hauptstadt Sacramento, und beobachtete ein Haus auf der anderen Straßenseite. Es war der 29. März dieses Jahres, und der Ermittler der Staatsanwaltschaft von Costa County stand vor der vielleicht schwersten Entscheidung seiner Laufbahn. Sollte er hinübergehen, klingeln und Joe DeAngelo ins Gesicht sagen, dass er ihn für den seit Jahrzehnten gesuchten Golden-State-Killer hielt? Es wäre die Krönung seiner Karriere gewesen, an seinem letzten Arbeitstag – am nächsten Tag stand seine Frühpensionierung mit 50 Jahren an 

Raus mit der Meinung!

NZZ Folio

Trump-Wahl, Brexit, Minarett-Initia­tive: Spektakuläre Fehlprognosen haben den Ruf der Meinungsforschung beschädigt.

Eine repräsentative Meinungsumfrage in den USA fand im März heraus: Nur 37 Prozent der Amerikaner vertrauen Meinungsumfragen, 60 Prozent trauen ihnen nur wenig oder gar nicht.

Konsequenterweise müsste nun eine Mehrheit auch diese Zahlen anzweifeln. Doch es ist kein Wunder, dass die Demoskopen im Moment etwa ein so hohes Ansehen geniessen wie Wahrsagerinnen. Zu oft lagen die Meinungsforscher in den letzten Jahren eklatant daneben: Sie sahen weder den Sieg der Konservativen bei den vorletzten Parlamentswahlen in Grossbritannien voraus noch das Votum für den Brexit; in der Schweiz prognostizierten sie fälschlicherweise eine Ablehnung der Minarett-Initiative; in Deutschland unterschätzten sie lange Zeit die Rechtspartei AfD. Die spektakulärste Fehlprognose lieferten sie bei den US-Wahlen im November 2016. Noch am Wahlmorgen gab die «New York Times» Hillary Clinton eine 85prozentige Siegeschance. Als die Ergebnisse dann eintrudelten, konnten die Nutzer im Netz sehen, wie die Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Clinton innerhalb weniger Stunden auf null sank.

Aber die Häme, mit der die Meinungsforscher darauf überschüttet wurden, ist ungerecht 

„Gereizt, zynisch und paranoid“

Die Zeit

Der Internetexperte Jaron Lanier fordert in seinem neuen Buch: Löscht eure Facebook- und Twitter-Accounts! Ein Gespräch über die subtile Beeinflussung der sozialen Medien und die massive Zunahme negativer Emotionen.

DIE ZEIT: Herr Lanier, Ihr neues Buch trägt die Botschaft schon im Titel: Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst. Dabei haben Sie doch selbst gar keine Social-Media-Accounts, weder auf Facebook noch auf Twitter. Wie können Sie da anderen Ratschläge geben?

Jaron Lanier: Ich habe Erfahrungen auf der anderen Seite des Vorhangs gesammelt. Ich kenne diese Firmen, ich habe an entsprechenden Algorithmen gearbeitet. Ihre Frage suggeriert, dass man erst Opfer eines Trickbetrügers werden muss, bevor man andere vor ihm warnen kann 

Das Interview mit Jaron Lanier habe ich mehrmals verwertet, auch im Radio. Hier gibt es weitere interessante Ausschnitte daraus: