Kollege Roboter

Immer häufiger lesen wir von Maschinen verfasste Artikel, oft ohne es zu merken. Neben Sportereignissen eignen sich Bilanzen von Unternehmen, Wahlergebnisse, Wetter und Verkehrsstaus für diese Form der Berichterstattung. Der Computer nimmt sich die Daten aus einer Datenbank und setzt die dazu passenden vorformulierten Textvorlagen aus dem Speicher zu einer Geschichte zusammen.

Der amerikanische Journalismusprofessor Nick Diakopoulos hat ein Buch darüber geschrieben, wie automatische Verfahren die Medien verändern werden („Automating the News“). Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob die Algorithmen den menschlichen Journalisten die Arbeitsplätze wegnehmen werden (Diakopoulos meint: nein), sondern auch um von Maschinen kuratierte Newsfeeds und täuschend echte Fake News.

Beitrag in „Mediasres“ beim Deutschlandfunk
Beitrag in „Kultur kompakt“ bei SRF2 (bei Minute 16)

Der Thymonaut

Die Zeit

US-Forscher behaupten, neun Menschen verjüngt zu haben. Ein Teilnehmer des Versuchs aus San Francisco berichtet, welche Erfahrungen er bei dem waghalsigen Experiment an einem kleinen Organ, der Thymusdrüse, gemacht hat.

Es ist eine Nachricht, so sensationell, dass man misstrauisch wird. Ein Team aus Forschern will das Altern besiegt haben: An neun Männern testeten sie einen Mix aus Medikamenten, die eine Drüse – den Thymus – zum Wachstum anregt. Normalerweise verkümmert die mit dem Alter. Stimmt, was in der noch unveröffentlichten Studie steht, gelang es, sie zu reaktivieren. Der Effekt: Die Männer waren hinterher körperlich jünger als auf dem Papier. Unser Reporter Christoph Drösser hat einen der Versuchsteilnehmer in San Francisco gesprochen.

DIE ZEIT: Herr Pellissier, wie sind Sie auf die Verjüngungsstudie aufmerksam geworden?

Hank Pellissier: Rund um San Francisco gibt es eine ganze Menge von Seminaren und Konferenzen über Anti-Aging. Ein Freund hörte bei einem dieser Meetings, dass Greg Fahy von der Biotech-Firma Intervene Immune Probanden suchte, also habe ich Greg kontaktiert. Der meinte, ich sei mit meinen 65 Jahren der perfekte Kandidat für das Experiment.

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Musik macht nicht per se schlau

SWR2 Impuls

Wer glaubt, dass Musikunterricht schlau macht, irrt. Musikalität und Intelligenz treten oft gemeinsam auf, bedingen sich aber nicht. Dass ein Kind durch das Musikmachen schlau wird, also eine klare Kausalität, konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

Glenn Schellenberg ist ein angesehener Musikforscher, der schon vor 20 Jahren den sogenannten Mozart-Effekt als Unsinn entlarvt hat. Der kanadische Psychologe und Komponist kämpft seit Jahren gegen übertriebene Behauptungen, nach denen Musikunterricht andere Fähigkeiten wie Intelligenz, Sprachgefühl oder mathematisches Denken fördert

Ein weiterer Beitrag beim Deutschlandfunk, Forschung Aktuell