Und es hat klick gemacht

ZEIT Geschichte

Von der Lochkarte zur künstlichen Intelligenz: Keine Technologie hat unsere Gegenwart so radikal verändert wie die Digitalisierung.

Die Digitalisierung der Gesellschaft ist weitgehend abgeschlossen. Nehmen wir den Text, den Sie gerade lesen: Sie mögen ihn altmodisch auf Papier konsumieren, im Lehnstuhl, unter dem Schein einer Leselampe. Aber alles, was geschieht, bevor die Druckfarbe aufs Papier kommt, ist digital …

Jill Lepore: „Die Regierung der Maschinen“

Deutschlandfunk

Die Tech-Bros, die davon überzeugt sind, dass the world a better place wird, wenn man sie nur ungehindert machen lässt, haben ideologische Vorläufer. Elon Musk sogar in der eigenen Familie: Sein Großvater gehörte in den 1930ern zu Technocracy Inc., einer antidemokratischen Polit-Sekte, die an die Herrschaft der Ingenieure glaubte.

Jill Lepores neues Buch, „Die Regierung der Maschinen“ (auf Englisch schöner: „The Rise and Fall of the Artificial State“) beweist, dass Geisteswissenschaftler die aktuellen Debatten um KI durchaus bereichern können, in diesem Fall mit einer spannenden historischen Analyse. Und sie beantwortet auch meine Frage, ob eine KI ein besserer Präsident wäre als Donald Trump.

Meine Rezension bei „Andruck“ im Deutschlandfunk.

50. Geburtstag: Verrät Apple das Erbe von Steve Jobs?

Die Zeit

Außenseiter und Rebell: Apple wollte immer anders sein. Und war es auch. Heute hingegen kuschelt der CEO mit Donald Trump. Wie viel Revolution noch im Apfel steckt

Dem unberechenbaren Apple-Gründer war bekanntlich alles zuzutrauen. Aber hätte Steve Jobs dem US-Präsidenten Donald Trump wirklich eine runde Glasscheibe in einem Sockel aus purem Gold geschenkt, um sich bei ihm beliebt zu machen? …

Jill Lepore: „We the People. Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung“

Deutschlandfunk

Die konservative Mehrheit im Supreme Court der USA legt die Verfassung nach dem Motto aus: Was hätten ihre Väter zu Abtreibung oder Künstlicher Intelligenz gesagt?

In einem fulminanten 900-Seiten Buch zeigt die Historikerin Jill Lepore: Die Verfassungsväter hätten am liebsten alle 20 Jahre eine neue verfassungsgebende Versammlung einberufen. Ihr Regelwerk war auf Veränderung hin ausgelegt.

Angst vor deutschen Spionen – US-Internierungslager im Zweiten Weltkrieg

SWR2

In den USA wurden im Zweiten Weltkrieg Bürgerinnen und Bürger feindlicher Staaten umgesiedelt und in Lager gesteckt. Man fürchtete sich vor faschistischer Propaganda und Untergrundarbeit.

Die Leiden der japanischen Bürger, vor allem in Kalifornien, sind gründlich aufgearbeitet worden, fast jedes Kind lernt in der Schule davon. Aber die Maßnahmen betrafen auch Italiener – und Deutsche. Deren Geschichte kennt kaum jemand. Ich habe eine der letzten Überlebenden in Santa Cruz in Kalifornien getroffen.

Das Manuskript der Sendung kann man hier herunterladen.