„Stanford Daily“ – Studierendenzeitung kämpft für Presse- und Meinungsfreiheit

Deutschlandfunk

Eine David-gegen-Goliath-Geschichte: Bei einem Besuch im letzten Jahr erzählte mir die Redaktion der Studierendenzeitung The Stanford Daily, dass nach den brutalen Aktionen der Trump-Regierung immer weniger Studierende bereit wären, Artikel mit ihrem Namen in der Zeitung zu veröffentlichen.

Mit Rückendeckung der Organisation Foundation for Individual Rights and Expression (FIRE) verklagte die Zeitung die Regierung, weil sie mit ihren Aktionen die Meinungsfreiheit einschränke. Die Bundesrichterin in San Jose hat nun das Gesetz, auf das sich Außenminister Marco Rubio beim Widerruf der Studierenden-Visa berufen hatte, für verfassungswidrig erklärt.

Krise der US-Hochschulen: Wie die Elite-Uni Yale Vertrauen zurückgewinnen will

Deutschlandfunk

Donald Trump hat die Elite-Unis der USA im Visier. Die werden aber nicht nur von Konservativen kritisiert – ihr Ansehen in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken: hohe Preise, undurchsichtige Zulassungsbedingungen, Noteninflation, intellektuelle Monokultur.

Ein Komitee der Yale University hat jetzt einen schonungslosen Bericht zur Vertrauenskrise der Bildungsinstitutionen veröffentlicht und Gegenmaßnahmen vorgeschlagen.

Die fantastische Piratenwerkstatt

Die Zeit

Zwischen Holzbeinen und Augenklappen lernen Kinder in San Francisco, wie man Geschichten schreibt. Nanu? Christoph Drösser hat sich in der Schreibstube des berühmten Autors Dave Eggers umgesehen.

Wer das alte Haus in der Valencia Street Nr. 826 in San Francisco betritt, lässt die normale Welt hinter sich – und steht plötzlich mitten in einem Piratenabenteuer: Holzbeine lehnen in den Regalen, daneben liegen Papageienfutter und Schreibfedern mit Tintenglas. Kanonenkugeln fliegen hier keine – dafür aber Wörter. Denn was wie das Versteck einer Seeräuberbande aussieht, ist ein Ort, an dem Kinder Geschichten erfinden …

Der ZEIT-Mathetest 2023

Die Zeit

Der große Mathe-Test der ZEIT zeigt, wie schwer es vielen Deutschen fällt, selbst einfache Aufgaben zu lösen.

Sie fahren eine Strecke von 240 Kilometern mit 100 statt mit 120 Kilometern pro Stunde. Wie viel länger brauchen Sie? Können Sie das ausrechnen? Ohne Probleme? Glückwunsch! Sie wissen mehr als zwei Drittel der Deutschen. Und womöglich wissen Sie noch etwas anderes: dass Mathematik wichtig für den Alltag ist. Doch entscheidend ist, was daraus folgt. Und das ist in Deutschland nicht viel.

Mehr zum Thema:
Hier kann man den Test selbst machen!
Interview mit der Mathe-Didaktikerin Anke Lindmeier zu Geschlechterunterschieden bei Mathematikkenntnissen: „Es gibt auch Länder, wo die Mädchen besser sind als die Jungen“
Detailvergleiche Mann-Frau, Ost-West – und zwischen den Generationen von Boomern bis GenZ

Die oben gestellte Frage ist eine von 29 Aufgaben des großen Mathematik-Tests der ZEIT. Einer repräsentativen Studie, die vor zehn Jahren zum ersten Mal durchgeführt wurde. Damals hatten die Deutschen große Schwierigkeiten, relativ einfache mathematische Aufgaben zu lösen. Das Fazit lautete: Versetzung gefährdet!

weiterlesen

Elite-Unis in den USA – Kaderschmiede der herrschenden Schicht?

SWR2 Wissen

Ein halbes Prozent der Studierenden in den USA besucht eine der Institutionen, die als Elite-Hochschulen gelten. Aber Namen wie Stanford, Harvard und Yale prägen unser Bild von akademischer Forschung und Lehre in den USA. Bekommt man dort wirklich die bestmögliche Ausbildung?

Zunehmend sagen Kritiker: Trotz aller Bemühungen um soziale Gerechtigkeit und liberaler Lehrinhalte schreiben diese Institutionen nur die herrschenden Verhältnisse fort. Braucht die Gesellschaft solche Spitzen-Institutionen – in Amerika, aber auch in Deutschland?

Das Manuskript zur Sendung kann man herunterladen.

Dazu habe ich bei den Riffreportern auch ein Interview mit dem Buchautor Evan Mandery veröffentlicht.

Daten prognostizieren den Studienabbruch

Deutschlandfunk

Etwa ein Viertel der jungen Menschen, die ein Studium anfangen, bringen die Ausbildung nicht zuende.

Studienabbrüche bedeuten den Verlust von Zeit und Geld für die Studierenden, und sie werfen ein schlechtes Licht auf die Universität. Eine aktuelle Studie sagt nun: Mit einer Campus-App kann man Daten darüber sammeln, wie vernetzt und integriert die Studierenden sind, und daran frühzeitig erkennen, ob jemand abbruchgefährdet ist. Willkommene Hilfe für die Studierenden oder totale Überwachung? Ein Beitrag für „Campus und Karriere“ beim Deutschlandfunk.

It’s never too late – Wie Erwachsene neue Sprachen lernen

SWR2 Wissen

Kinder saugen fremde Sprachen auf wie ein Schwamm, wenn sie zum Beispiel mit ihrer Familie ins Ausland ziehen. Akzentfrei und grammatisch korrekt. Erwachsene hingegen tun sich erheblich schwerer, Fremdsprachen zu lernen.

Sie müssen Vokabeln und Regeln pauken. Aber mit Motivation und der richtigen Lernumgebung können auch sie es schaffen. Eine gute Aussprache ist im Alter allerdings schwerer zu erlernen.

Welche Lernmethoden sind für Erwachsene angemessen? Und was bringen die Sprachlern-Apps fürs Smartphone?

Ein Radiofeature für SWR2 Wissen.

Manuskript zur Sendung

Wie ich für mein Kind zur Dragqueen wurde

Die Zeit
Dazu auch ein Beitrag in „Echtzeit“ beim Deutschlandfunk Kultur

Die öffentlichen Schulen in den USA sind auf Spenden der Eltern angewiesen. Christoph Drösser sammelt regelmäßig Geld für die Bildung seines Sohnes – in Frauenkleidern.

Das letzte Mal haben wir es im März getan. Mein Kompagnon Vince und ich standen wieder als Dragqueens auf der Bühne des kleinen Travestie-Clubs in unserem Viertel und haben uns mit Dollarscheinen bewerfen lassen. Wir tun das nur für unsere Kinder. Vince’ Tochter geht mit meinem Sohn in die dritte Klasse der örtlichen Grundschule hier in San Francisco. Natürlich bleiben die beiden draußen, wenn ihre Väter als „Rainbow Sisters“ auf der Bühne stehen – in Stilettos, Spitzenhandschuhen, Netzstrümpfen und mit Reisbeuteln ausgestopften BHs. Zusammen mit mehreren anderen Akteuren haben wir in diesem Jahr rund 40.000 Dollar zusammenbekommen, der größte Teil davon ging an die Schule.

Zugegeben, das ist eine extreme und nicht gerade jugendfreie Form des Fundraisings für öffentliche Schulen, wie es sie wohl nur im Castro geben kann, der LGBT-Hochburg des liberalen San Francisco. Aber Spendenaktionen kennen alle Eltern, die ihr Kind in den USA auf öffentliche Schulen schicken. Sie backen Kuchen, veranstalten Schulfeste, betteln Nachbarn und Verwandte an. Die öffentlichen Schulen sind kostenlos, viele könnten ohne Spenden aber gar nicht existieren. Es geht nicht um Extras wie Ballettunterricht oder Chinesisch-AGs, sondern um die Grundversorgung mit Lehrern und Lernmitteln.

weiterlesen