Bildung
»Die Regierung darf keine Meinungsäußerungen unterdrücken«
Die Studierendenzeitung der kalifornischen Universität Stanford hat die US-Regierung vor Gericht geschlagen. Der Chefredakteur George Porteous erzählt, wie es dazu kam.
Was der »Stanford Daily« vor ein paar Wochen schaffte, steht in einer stolzen Tradition. Unizeitungen in den USA werden geachtet. Ihre Recherchen sind oft spektakulär …
„Stanford Daily“ – Studierendenzeitung kämpft für Presse- und Meinungsfreiheit
Eine David-gegen-Goliath-Geschichte: Bei einem Besuch im letzten Jahr erzählte mir die Redaktion der Studierendenzeitung The Stanford Daily, dass nach den brutalen Aktionen der Trump-Regierung immer weniger Studierende bereit wären, Artikel mit ihrem Namen in der Zeitung zu veröffentlichen.
Mit Rückendeckung der Organisation Foundation for Individual Rights and Expression (FIRE) verklagte die Zeitung die Regierung, weil sie mit ihren Aktionen die Meinungsfreiheit einschränke. Die Bundesrichterin in San Jose hat nun das Gesetz, auf das sich Außenminister Marco Rubio beim Widerruf der Studierenden-Visa berufen hatte, für verfassungswidrig erklärt.
Krise der US-Hochschulen: Wie die Elite-Uni Yale Vertrauen zurückgewinnen will
Donald Trump hat die Elite-Unis der USA im Visier. Die werden aber nicht nur von Konservativen kritisiert – ihr Ansehen in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken: hohe Preise, undurchsichtige Zulassungsbedingungen, Noteninflation, intellektuelle Monokultur.
Ein Komitee der Yale University hat jetzt einen schonungslosen Bericht zur Vertrauenskrise der Bildungsinstitutionen veröffentlicht und Gegenmaßnahmen vorgeschlagen.
Die fantastische Piratenwerkstatt
Zwischen Holzbeinen und Augenklappen lernen Kinder in San Francisco, wie man Geschichten schreibt. Nanu? Christoph Drösser hat sich in der Schreibstube des berühmten Autors Dave Eggers umgesehen.
Wer das alte Haus in der Valencia Street Nr. 826 in San Francisco betritt, lässt die normale Welt hinter sich – und steht plötzlich mitten in einem Piratenabenteuer: Holzbeine lehnen in den Regalen, daneben liegen Papageienfutter und Schreibfedern mit Tintenglas. Kanonenkugeln fliegen hier keine – dafür aber Wörter. Denn was wie das Versteck einer Seeräuberbande aussieht, ist ein Ort, an dem Kinder Geschichten erfinden …
Neue Initiative gegen die Praxis der „Legacy Admissions“
An vielen US-Elitehochschulen werden die Kinder von Alumni bevorzugt zugelassen. Das, behaupten Kritiker, zementiert die soziale Schieflage im Bildungssystem. Dagegen protestieren Studierende und Hochschullehrer, und in Kalifornien ist sogar ein Gesetz gegen diese Praxis in Vorbereitung.
Der ZEIT-Mathetest 2023
Der große Mathe-Test der ZEIT zeigt, wie schwer es vielen Deutschen fällt, selbst einfache Aufgaben zu lösen.
Sie fahren eine Strecke von 240 Kilometern mit 100 statt mit 120 Kilometern pro Stunde. Wie viel länger brauchen Sie? Können Sie das ausrechnen? Ohne Probleme? Glückwunsch! Sie wissen mehr als zwei Drittel der Deutschen. Und womöglich wissen Sie noch etwas anderes: dass Mathematik wichtig für den Alltag ist. Doch entscheidend ist, was daraus folgt. Und das ist in Deutschland nicht viel.
Mehr zum Thema:
Hier kann man den Test selbst machen!
Interview mit der Mathe-Didaktikerin Anke Lindmeier zu Geschlechterunterschieden bei Mathematikkenntnissen: „Es gibt auch Länder, wo die Mädchen besser sind als die Jungen“
Detailvergleiche Mann-Frau, Ost-West – und zwischen den Generationen von Boomern bis GenZ
Die oben gestellte Frage ist eine von 29 Aufgaben des großen Mathematik-Tests der ZEIT. Einer repräsentativen Studie, die vor zehn Jahren zum ersten Mal durchgeführt wurde. Damals hatten die Deutschen große Schwierigkeiten, relativ einfache mathematische Aufgaben zu lösen. Das Fazit lautete: Versetzung gefährdet!
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Elite-Unis in den USA – Kaderschmiede der herrschenden Schicht?
Ein halbes Prozent der Studierenden in den USA besucht eine der Institutionen, die als Elite-Hochschulen gelten. Aber Namen wie Stanford, Harvard und Yale prägen unser Bild von akademischer Forschung und Lehre in den USA. Bekommt man dort wirklich die bestmögliche Ausbildung?
Zunehmend sagen Kritiker: Trotz aller Bemühungen um soziale Gerechtigkeit und liberaler Lehrinhalte schreiben diese Institutionen nur die herrschenden Verhältnisse fort. Braucht die Gesellschaft solche Spitzen-Institutionen – in Amerika, aber auch in Deutschland?
Das Manuskript zur Sendung kann man herunterladen.
Dazu habe ich bei den Riffreportern auch ein Interview mit dem Buchautor Evan Mandery veröffentlicht.
Daten prognostizieren den Studienabbruch
Etwa ein Viertel der jungen Menschen, die ein Studium anfangen, bringen die Ausbildung nicht zuende.
Studienabbrüche bedeuten den Verlust von Zeit und Geld für die Studierenden, und sie werfen ein schlechtes Licht auf die Universität. Eine aktuelle Studie sagt nun: Mit einer Campus-App kann man Daten darüber sammeln, wie vernetzt und integriert die Studierenden sind, und daran frühzeitig erkennen, ob jemand abbruchgefährdet ist. Willkommene Hilfe für die Studierenden oder totale Überwachung? Ein Beitrag für „Campus und Karriere“ beim Deutschlandfunk.
It’s never too late – Wie Erwachsene neue Sprachen lernen
Kinder saugen fremde Sprachen auf wie ein Schwamm, wenn sie zum Beispiel mit ihrer Familie ins Ausland ziehen. Akzentfrei und grammatisch korrekt. Erwachsene hingegen tun sich erheblich schwerer, Fremdsprachen zu lernen.
Sie müssen Vokabeln und Regeln pauken. Aber mit Motivation und der richtigen Lernumgebung können auch sie es schaffen. Eine gute Aussprache ist im Alter allerdings schwerer zu erlernen.
Welche Lernmethoden sind für Erwachsene angemessen? Und was bringen die Sprachlern-Apps fürs Smartphone?
Ein Radiofeature für SWR2 Wissen.
Wie ich für mein Kind zur Dragqueen wurde
Die Zeit
Dazu auch ein Beitrag in „Echtzeit“ beim Deutschlandfunk Kultur
Die öffentlichen Schulen in den USA sind auf Spenden der Eltern angewiesen. Christoph Drösser sammelt regelmäßig Geld für die Bildung seines Sohnes – in Frauenkleidern.
Das letzte Mal haben wir es im März getan. Mein Kompagnon Vince und ich standen wieder als Dragqueens auf der Bühne des kleinen Travestie-Clubs in unserem Viertel und haben uns mit Dollarscheinen bewerfen lassen. Wir tun das nur für unsere Kinder. Vince’ Tochter geht mit meinem Sohn in die dritte Klasse der örtlichen Grundschule hier in San Francisco. Natürlich bleiben die beiden draußen, wenn ihre Väter als „Rainbow Sisters“ auf der Bühne stehen – in Stilettos, Spitzenhandschuhen, Netzstrümpfen und mit Reisbeuteln ausgestopften BHs. Zusammen mit mehreren anderen Akteuren haben wir in diesem Jahr rund 40.000 Dollar zusammenbekommen, der größte Teil davon ging an die Schule.
Zugegeben, das ist eine extreme und nicht gerade jugendfreie Form des Fundraisings für öffentliche Schulen, wie es sie wohl nur im Castro geben kann, der LGBT-Hochburg des liberalen San Francisco. Aber Spendenaktionen kennen alle Eltern, die ihr Kind in den USA auf öffentliche Schulen schicken. Sie backen Kuchen, veranstalten Schulfeste, betteln Nachbarn und Verwandte an. Die öffentlichen Schulen sind kostenlos, viele könnten ohne Spenden aber gar nicht existieren. Es geht nicht um Extras wie Ballettunterricht oder Chinesisch-AGs, sondern um die Grundversorgung mit Lehrern und Lernmitteln.
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