Allgemein
Und es hat klick gemacht
Von der Lochkarte zur künstlichen Intelligenz: Keine Technologie hat unsere Gegenwart so radikal verändert wie die Digitalisierung.
Die Digitalisierung der Gesellschaft ist weitgehend abgeschlossen. Nehmen wir den Text, den Sie gerade lesen: Sie mögen ihn altmodisch auf Papier konsumieren, im Lehnstuhl, unter dem Schein einer Leselampe. Aber alles, was geschieht, bevor die Druckfarbe aufs Papier kommt, ist digital …
Jill Lepore: „Die Regierung der Maschinen“
Die Tech-Bros, die davon überzeugt sind, dass the world a better place wird, wenn man sie nur ungehindert machen lässt, haben ideologische Vorläufer. Elon Musk sogar in der eigenen Familie: Sein Großvater gehörte in den 1930ern zu Technocracy Inc., einer antidemokratischen Polit-Sekte, die an die Herrschaft der Ingenieure glaubte.
Jill Lepores neues Buch, „Die Regierung der Maschinen“ (auf Englisch schöner: „The Rise and Fall of the Artificial State“) beweist, dass Geisteswissenschaftler die aktuellen Debatten um KI durchaus bereichern können, in diesem Fall mit einer spannenden historischen Analyse. Und sie beantwortet auch meine Frage, ob eine KI ein besserer Präsident wäre als Donald Trump.
Meine Rezension bei „Andruck“ im Deutschlandfunk.
„DeFlock“ – Proteste gegen das Kamera-Überwachungsnetz in den USA
In den USA mehrt sich der Protest gegen die über 140.000 Kameras, die anlasslos die Nummernschilder aller vorbeifahrenden Autos lesen und speichern.
Ich habe mit dem 16-jährigen Gründer der lokalen Anti-Flock-Initiative in San Francisco gesprochen – und mit einem Lokalpolitiker, der die Überwachung rechtfertigt, weil wir nur so den autoritären Staat verhindern könnten.
250 Jahre USA
Deutschlandfunk Kultur
Der 4. Juli 2026 ist der 250. Jahrestag der Unabhängkeitserklärung der USA. Aus diesem Anlass haben meine kalifornischen Weltreporter.net-Kollegen Kerstin Zilm, Arndt Peltner und ich eine vierteilige Featureserie produziert.
Teil 1: „…that all men are created equal“
Rassismus und Sklaverei – blinder Fleck und Ursünde
Von Arndt Peltner
Teil 2: „… the pursuit of happiness“
Wie die US-Kultur die Welt eroberte
Von Kerstin Zilm
Teil 3: „… it is their duty to throw off such government …“
Die kalifornische Ideologie und die Rolle des Staats für den wissenschaftlichen Fortschritt
Von Christoph Drösser
Teil 4: „… deriving their just powers from the consent of the governed“
Demokratie in Zeiten der Polarisierung
Gemeinschaftsproduktion der drei AutorInnen
Die Sendungen sind auch später noch zu finden im Podcast Zeitfragen.Feature.
Krise der US-Hochschulen: Wie die Elite-Uni Yale Vertrauen zurückgewinnen will
Donald Trump hat die Elite-Unis der USA im Visier. Die werden aber nicht nur von Konservativen kritisiert – ihr Ansehen in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken: hohe Preise, undurchsichtige Zulassungsbedingungen, Noteninflation, intellektuelle Monokultur.
Ein Komitee der Yale University hat jetzt einen schonungslosen Bericht zur Vertrauenskrise der Bildungsinstitutionen veröffentlicht und Gegenmaßnahmen vorgeschlagen.
50. Geburtstag: Verrät Apple das Erbe von Steve Jobs?
Außenseiter und Rebell: Apple wollte immer anders sein. Und war es auch. Heute hingegen kuschelt der CEO mit Donald Trump. Wie viel Revolution noch im Apfel steckt
Dem unberechenbaren Apple-Gründer war bekanntlich alles zuzutrauen. Aber hätte Steve Jobs dem US-Präsidenten Donald Trump wirklich eine runde Glasscheibe in einem Sockel aus purem Gold geschenkt, um sich bei ihm beliebt zu machen? …
Jill Lepore: „We the People. Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung“
Die konservative Mehrheit im Supreme Court der USA legt die Verfassung nach dem Motto aus: Was hätten ihre Väter zu Abtreibung oder Künstlicher Intelligenz gesagt?
In einem fulminanten 900-Seiten Buch zeigt die Historikerin Jill Lepore: Die Verfassungsväter hätten am liebsten alle 20 Jahre eine neue verfassungsgebende Versammlung einberufen. Ihr Regelwerk war auf Veränderung hin ausgelegt.
KI außer Kontrolle
Eine superschlaue künstliche Intelligenz könnte schon bald die Menschheit auslöschen. Zunehmend warnen auch seriöse Forscher vor KI-Agenten, die ohne moralischen Kompass ihre eigenen Ziele verfolgen. Lassen sich die Systeme noch zähmen?
Ein Feature für „Wissenschaft im Brennpunkt“.
Gefangen im Stolz-Paradox
Soll man mit den Rechten reden? Die Soziologin Arlie Russell Hochschild hat sich in den weißesten und zweitärmsten Wahlbezirk der USA begeben, ein ehemaliges Kohlerevier, und sich mit den Menschen dort auseinandergesetzt.
Ihr Fazit: Die Trump-Anhänger sind nicht zu verstehen ohne die emotionalen Kategorien von Stolz und Scham. Ihr Buch „Geraubter Stolz“ ist gerade auf Deutsch erschienen, ich habe es für den Deutschlandfunk rezensiert.
Weg von Trump – Wie Deutschland US-Forscher anlocken will
In der Vergangenheit hat es viele deutsche Forschende in die USA gezogen – dort winkten höhere Gehälter und komfortable Forschungsbedingungen. Nun attackiert die Trump-Regierung die Universitäten, kürzt die Mittel und mischt sich in die Forschungsinhalte ein.
Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spielen mit dem Gedanken auszuwandern, und deutsche Organisationen preisen den Wissenschaftsstandort Deutschland als Alternative an. Das deutsche Hochschulwesen galt lange als bürokratisch und verknöchert. Nun will es den potenziellen Exil-Forschenden eine Perspektive bieten.