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Die Klimakämpfer

Unser Auslandskorrespondenten-Netzwerk Weltreporter.net hat ein neues Buch herausgegeben: Die Klimakämpfer. Es enthält 26 Porträts von Menschen in aller Welt, die sich ganz konkret für den Klimaschutz einsetzen. Mein Beitrag ist ein Porträt von Brian Spears, dem Gründer der Laborfleisch-Firma New Age Meats.

»Fast alle Protagonistinnen und Protagonisten des Buchs verdienen mittlerweile ihr Geld mit dem Kampf gegen die Klimakatastrophe«, schreibt das Handelsblatt. »Das macht Hoffnung, dass es sich lohnt, sich zu engagieren.«

Immer auf Empfang

Die Zeit

Selbst im Schlaf sind Menschen in der Lage, wichtige Geräusche von unwichtigen zu unterscheiden.

Unsere Spezies verfügt über eine erstaunliche Fähigkeit, für die es in der Wissenschaft einen ebenso erstaunlichen Namen gibt: „Cocktailparty-Effekt“. Menschen können, zum Beispiel auf einer Party, die bedeutenden Geräusche von den unbedeutenden trennen. Etwa wenn sie ein Gespräch verfolgen, das einige Meter entfernt geführt wird, während sie den labernden Langweiler ausblenden, der direkt vor ihnen steht. Wie das funktioniert, hat die Forschung noch nicht ergründet. Klar ist, dass es mit dem beidseitigen Hören zu tun haben muss – mit einem Ohr funktioniert der Effekt nicht.

Wissenschaftler aus Paris berichten nun in der Fachzeitschrift Nature Human Behaviour, dass sogar schlafende Menschen diesen Trick beherrschen.

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In Deutschland halten die Journalisten die Pressekonferenzen ab

Columbia Journalism Review

ES IST EIN GEWOHNTES BILD: Etwa 100 Journalisten zwängen sich in den James S. Brady Press Briefing Room im Weißen Haus, nur 49 von ihnen haben das Privileg eines Sitzplatzes. Wie Schulkinder werben sie um die Gunst des Präsidenten oder, was öfter geschieht, seiner Perssesprecherin, ringen mit Regierungspraktikanten um das Mikrofon und sind der Willkür des Veranstalters ausgeliefert. Wenn er sich diese Pressekonferenzen in den USA anschaut, ist Gergor Mayntz froh, ein deutscher Journalist zu sein. „Wenn ich das sehe, denke ich: Wie gut, dass wir die Bundespressekonferenz haben!“ 

(Artikel auf Englisch)

1.000 Folgen? Stimmt!

Die Zeit

Am 20. Juni 1997 erschien das erste „Stimmt’s?“. Zwölf Folgen waren geplant, 1.000 Fragen hat Christoph Drösser bisher beantwortet. Nur selten musste er sich korrigieren.

Alles begann mit einer  Badewanne: Sie zeichnete der Künstler Rattelschneck zur ersten Stimmt’s?-Frage – eine der häufigsten Fragen, die Christoph Drösser gestellt wurden. Seitdem sind 999 weitere Folgen hinzugekommen. Welche besonders beliebt sind, wie oft der ZEIT-Autor sich irrte und welche Fragen noch ungeklärt sind – ein Überblick

„Ohne Mathe keine Freiheit“

Die Zeit

Der Bestsellerautor Edward Frenkel erklärt in einem neuen Buch seine Leidenschaft für Formeln – und spricht über die Demütigungen in seiner Heimat Russland.

DIE ZEIT: Wenn Menschen Ihr Buch kaufen, um eine perfekte Formel für die Liebe zu finden, werden sie ziemlich enttäuscht sein, oder?

Edward Frenkel: In der Tat. In meinem Buch geht es eher darum, dass Mathematik und Liebe zwei Pfeiler der Menschlichkeit sind. Keiner kann den anderen ersetzen.

ZEIT: Über Ihr Liebesleben lernen wir in dem Buch, immerhin ein New York Times-Bestseller, nicht viel. Ein Zitat: „Die angewandte Mathematik war meine Ehefrau und die reine Mathematik meine heimliche Geliebte.“

Frenkel: Ich vergleiche auch meine erste mathematische Entdeckung mit dem ersten Kuss 

Datenspeicherung über Gebühr

Die Zeit

Technisch ginge eine Maut auch ohne – juristisch wohl nicht

Droht uns die totale Überwachung? Dieser Verdacht kam auf, als Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in der vergangenen Woche seinen Entwurf für ein Gesetz zur Pkw-Maut vorlegte. Der setzt nicht auf eine Vignette, wie in den meisten Nachbarländern üblich. Vielmehr sollen Nummernschilder stichprobenhaft erfasst und mit einer Datenbank abgeglichen werden, um Mautpreller zu identifizieren.

Viele Kritiker beschworen sofort die Gefahr umfangreicher digitaler Bewegungsprofile über jeden Autofahrer. Dabei zeigt das Beispiel der Lkw-Maut, wie leicht sich der Grundsatz der Datensparsamkeit beherzigen lässt. Nach vielen Pannen in der Anlaufphase, in der das Konsortium Toll Collect zum Gespött der Nation wurde, läuft das System mittlerweile. Es speichert dabei keine Daten von Fahrzeugen, die entweder nicht mautpflichtig sind oder die Gebühr bezahlt haben. So entsteht gar nicht erst das Material, nach dem Ermittler wie der Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, schielen könnten. Der hat bereits Interesse an künftigen Mautdaten angemeldet. Eine Auskunft an die Polizei wird im bestehenden Mautgesetz nicht nur untersagt – sie ist technisch gar nicht möglich, weil die Daten von über 99 Prozent der Fahrzeuge binnen Millisekunden gelöscht werden

Die Kraft der zwei Zellen

Die Zeit

Roboterforscher aus Göttingen haben ein erstaunlich einfaches Verfahren gefunden, um die Schritte autonomer Laufmaschinen zu steuern.

Wie viele Gehirnzellen braucht man, um die Fortbewegung eines sechsbeinigen Roboters zu kontrollieren? Die überraschende Antwort: zwei. Das jedenfalls kann man aus einem aktuellen Aufsatz in der Zeitschrift Nature Physics schließen.

Der Roboter, um den es geht, heißt Amos. Er sieht aus wie eine Spinne und kommt aus Göttingen. Beobachtet man Amos dabei, wie er über einen Testparcours krabbelt, wie er seine Lauftechnik verändert, wenn es bergauf geht, wie er Hindernisse umläuft und wild mit den Beinen strampelt, sobald eines seiner sechs Gliedmaßen in ein Loch gerät – dann fällt es schwer, das mit den zwei Zellen zu glauben