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Diese Facebook-Einstellungen müssen Sie beachten

Zeit Online

Facebook führt neue Datenschutzoptionen ein. Was zunächst europäische Nutzer betrifft, soll weltweit umgesetzt werden. Kritiker hatten sich jedoch mehr erhofft.

Die europäischen Facebook-Nutzer und -Nutzerinnen werden Ende dieser Woche eine Meldung auf ihrem Bildschirm finden, in der sie gebeten werden, einige Einstellungen zum Datenschutz vorzunehmen. Anders als sonst können sie dieses Fenster nicht einfach wegklicken, sondern müssen ihr Häkchen an den Optionen setzen, bevor sie wie gewohnt in ihrem Newsfeed die Nachrichten ihrer Freunde und Meldungen aus aller Welt lesen können.

Willkommen in der Welt der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)! Dieses überarbeitete Regelwerk tritt zwar erst am 25. Mai in Kraft, aber das soziale Netzwerk hat sich entschieden, seine Plattform schon jetzt an die neuen Regeln anzupassen. 

Ermittler vor gesperrtem Smartphone

Die Zeit

Der Digitalkonzern Apple und das FBI streiten sich. Die Polizisten wollen Zugriff auf ein iPhone, doch der Hersteller sperrt sich. Die Frage lautet: Wie tief darf der Staat in unsere Geräte blicken?

Man stelle sich vor: Terroristen haben in einem Haus Pläne für einen brutalen Anschlag gelagert. Die Polizei steht vor der verschlossenen Tür, die sie nicht aufbrechen kann, weil die Panzerung zu stark ist. Nur der Hersteller des Schlosses kann einen Nachschlüssel anfertigen, und ein Richter weist diese Firma dazu an. Die aber weigert sich, den Schlüssel zu liefern, und beruft sich dabei allgemein auf den Schutz der Privatsphäre. Hilft sie damit nicht den Verbrechern und gefährdet das Leben Unschuldiger?

Etwa so könnte man den Konflikt zwischen der amerikanischen Bundespolizei FBI und der Firma Apple darstellen. Aber Vergleiche zwischen der analogen und der digitalen Welt hinken zwangsläufig. Der kalifornische Richter, der Apple zur Mithilfe beim Knacken eines iPhones verdonnert hat, stützt sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1789, nach dem Personen und Institutionen, die mit einer Tat nichts zu tun haben, zur Mithilfe gezwungen werden können

Pixel-Tristesse in Blurmany

Die Zeit

Nach dem Start von Google Street View fragen sich viele, wie sie ihr Haus wieder sichtbar machen können.

Die Deutschen sind weltweit am empfindlichsten, wenn es um ihre Privatsphäre geht – aber sie sind auch am neugierigsten, wenn sie dem Nachbarn in den Garten schauen können. Am vergangenen Donnerstag, als Google Street View online ging , stieg der Datenverkehr der Website auf das Vierfache. In keinem anderen Land der Welt gab es bei der Einführung des Fotodienstes einen derartigen Ansturm, teilte Google mit.

In keinem Land hatte es aber auch vorher die Möglichkeit gegeben, das eigene Haus oder das Haus, in dem man als Mieter wohnt, unkenntlich machen zu lassen . Von dem Recht haben 244.000 Bürger Gebrauch gemacht, knapp drei Prozent der Haushalte in den 20 betroffenen Städten. Schon ein einziger aufmüpfiger Mieter in einem Hochhaus reichte, um das ganze Gebäude verpixeln zu lassen.

Und so sind manche Straßenzüge in deutschen Großstädten nun mit einem tristen Schleier überzogen. Auch der Autor dieses Artikels steuerte, wie wohl fast jeder User, zunächst einmal das eigene Heim an – es war nur ein milchiger Fleck (siehe Foto). Wer hatte bei Google sein Veto eingelegt? Das Pärchen aus dem Erdgeschoss oder die Familie im Souterrain? Oder war es die Hausbesitzerin, die in einer fernen Stadt wohnt?

Ist der neue Ausweis sicher?

Die Zeit

Der elektronische Personalausweis macht das Leben bequemer – um den Preis neuer Gefahren? Ein Pro und Contra von Christoph Drösser und Susanne Gaschke

Vom 1. November an geben die Meldeämter den neuen Ausweis im Kreditkartenformat aus. Wer 24 Jahre alt oder älter ist, bezahlt eine Gebühr von 28,80 Euro, Erwachsene unter 24 Jahren müssen sechs Euro weniger ausgeben – dafür bleibt ihr Ausweis auch nur sechs Jahre gültig, der Ausweis der älteren hingegen zehn.

Im Inneren des Ausweises befindet sich ein Chip, auf dem dieselben Daten gespeichert sind, die außen aufgedruckt wurden, auch das Bild des Ausweisinhabers ist dort als Datensatz vorhanden. Außerdem kann mit Einwilligung auch der Abdruck von zwei Fingern gespeichert werden. Die Daten auf dem Chip können mit Lesegeräten ausgelesen werden. Diese Technik soll Ausweiskontrollen vereinfachen und Fälschungen erschweren.

Zwei zusätzliche Möglichkeiten des Ausweises können nur genutzt werden, wenn der Nutzer sich dafür entscheidet: die Online-Signatur und die sogenannte elektronische Identitäts-Funktion. Erstere soll online rechtsgültige Unterschriften im Verkehr mit Behörden ermöglichen, Letztere Internetgeschäfte sicherer machen. Das gesamte Konstrukt ist umstritten, auch in der Redaktion. Christoph Drösser hält es für sicher, Susanne Gaschke nicht.

Neue Sparsamkeit

Die Zeit

Vor dem neuen Personalausweis muss sich niemand fürchten.

Die Deutschen haben eine gesunde Skepsis gegenüber dem Staat, wenn es um den Umgang mit Daten geht. Das ist legitim, auch wenn dieselben Bürger sich in Online-Communitys oder gegenüber privaten Firmen digital bis aufs Hemd entblößen.

Das Beispiel der Arbeitnehmer-Datenbank Elena hat gezeigt, dass diese Skepsis sich oft erst dann Bahn bricht, wenn die neuen Techniken tatsächlich eingeführt werden. Da nützt kein Verweis darauf, dass entsprechende Informationen schon Monate vorher verfügbar waren. Und so wird es wohl auch um den 1. November herum einigen Aufruhr geben, dann, wenn die ersten neuen Personalausweise ausgegeben werden

Respekt

Die Zeit

„Nature“ meint: Hacker sind Forscher. Die guten jedenfalls.

Hacker – das Wort klingt immer noch nach jener Zeit, in der picklige 14-Jährige vom PC im Kinderzimmer aus per Telefonmodem in Militärrechner eindrangen (wie in dem Spielfilm War Games von 1983). Heute geht die Eroberung fremder Rechner weitgehend automatisch vonstatten, betrieben von einer weltweit vernetzten kriminellen Industrie. Und von Staaten mit nicht immer lauteren Absichten.

Angesichts der wachsenden Zahl der Computerdelikte tut Abwehr not. Dazu gehört insbesondere die Forschung nach Schwachstellen im Netz. Im Auftrag großer Unternehmen prüfen Computersicherheitsdienste deren Netze auf undichte Stellen. Unverzichtbar sind aber auch die Beiträge von Computerforschern an Universitäten und von „freiberuflichen“ Hackern