Skip to main content

Ein etwas anderer Streber

Die Zeit

Er war schon als Schüler ein Überflieger und machte eine Blitzkarriere an der Universität. Günter Ziegler will im Mathematik-Jahr 2008 die Deutschen für ihr Angstfach begeistern.

»In Mathe war ich immer schlecht«, steht auf einem von Günter Zieglers T-Shirts. Genauso heißt auch eine Kolumne, die er in den DMV-Mitteilungen schreibt, dem Zentralorgan der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Aber natürlich war er nie schlecht in Mathe. Günter Ziegler ist Präsident der DMV, und er bekennt: »Ich war in der Schule ein Streber.« Fünfmal nahm er als Schüler am Bundeswettbewerb Mathematik teil, die letzten beiden Male wurde er Sieger. Dreimal beteiligte er sich an »Jugend forscht« und bekam auch da einmal den ersten Preis. Wenn neben der Mathematik noch Zeit war, dann hat er »gelesen wie ein Staubsauger«. Literatur, nicht Mathematik.

Das äußere Erscheinungsbild will zum Streber-Image nicht so recht passen. Ziegler ist jetzt 44, aber er sieht immer noch jungenhaft aus. Die Haare kurz geschoren, manchmal auch strohblond gefärbt, im rechten Ohr ein auffälliger Ohrring. Selbst unter den Mathematikprofessoren mit ihrem informellen Dresscode ist er ein Paradiesvogel

Das Lexikon der Wetterirrtümer

Täglich beschäftigen wir uns mit dem Wetter und trotz Wissenschaft hält sich der Aberglaube hartnäckig. Denn ist der Laubfrosch wirklich ein Wetterprophet? Bedeutet Mondwechsel ein Wetterwechsel? Regnet es in Hamburg mehr als in München? Erzeugt das Biowetter Unwohlsein? Unterhaltsam und informativ gehen Jörg Kachelmann und Christoph Drösser populären Wetterregeln und Vorurteilen auf den Grund – mit so manch verblüffendem Ergebnis.

Bestellen auf Amazon

Wie groß ist unendlich? (Kinderbuch)

Eins, zwei, drei … ganz viele. Laura und ihr Bruder Tom wollen es genauer wissen. Mit Experimenten, Denkspielen und Logeleien kommen die beiden den Geheimnissen der Mathematik auf die Spur. Die Hauptrolle spielen dabei die Zahlen: Warum gibt es zum Beispiel unendlich viele? Wie nennt man eine 1 mit hundert Nullen? Und gibt es vielleicht sogar verschiedene Arten von Unendlichkeit? Bei ihren spannenden Nachforschungen stellen Laura und Tom fest, dass uns Zahlen auf Schritt und Tritt begleiten. Und Mathe alles andere als unendlich langweilig ist!

Bestellen auf Amazon

Haltet den Dieb

NZZ Folio, Februar 2004

In der digitalen Welt verschärft sich der Kampf ums Urheberrecht an Musik, Filmen und Texten. Aber oft reagiert die Unterhaltungsindustrie mit alten Reflexen auf die neuen Probleme.

Werden die ersten Jahre dieses Jahrhunderts einmal als die «kurze Periode der Anarchie» in die Mediengeschichte eingehen? Die Zeit, in der es alles umsonst gab – Texte, Töne, Bilder und Filme aus dem Netz, die ganze Palette des menschlichen Wissens und Kulturschaffens, runtergesaugt zum Nulltarif?

Zeitreisen – ein Menschheitstraum

3sat

Wir leben in einer mobilen Gesellschaft. So schnell wie möglich wollen wir uns von A nach B bewegen, durch alle drei Raumdimensionen. Oder mal eben durch die Zeit reisen – keine verpassten Termine mehr. Und wenn man letzte Woche was verpasst hat: kein Problem – zurück in die Vergangenheit und es schnell erledigen. Wäre doch klasse, wenn das so gehen würde wie im Science-Fiction-Film. Es gibt Physiker, die sich ernsthaft mit solchen Dingen beschäftigen wie Zeitreisen und Beamen …

Ein Film von Christoph Drösser und Tobias Greh mit den Wissenschaftlern Markus Pössel, Hermann Nicolai und Bernard Schutz (MPI für Gravitationsphysik), Günter Nimtz (Universität Köln) und Anton Zeilinger (Universität Wien).

Stimmt’s als Buch

Die ZEIT-Kolumnen sind – in überarbeiteter Form – seit 2000 immer wieder in Buchform veröffentlicht worden. Es gibt fünf Sammelbände und vier Sonderbände. Sie sind nicht mehr im Druck, aber antiquarisch allesamt noch verfügbar.

Unsterblich im Hier und Jetzt?

Telepolis

Eine Menge Utopisten tummeln sich im Netz, das allen Unterschlupf und die Möglichkeit bietet, ihre Ideen zu veröffentlichen. Christoph Drösser stellt die Extropians vor, die gemäß dem Motto „Zur Hölle mit der Natur!“ an die Technik und ein ewiges Leben glauben.

Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit. Jede Religion entspricht ihren Anhängern, daß mit dem Tod nicht alles vorbei ist, sondern daß es ein Weiterleben in irgendeiner Form gibt – als Engel, Geistwesen, oder wiedergeboren in einem neuen Körper.

Aber in den letzten Jahren gibt es immer mehr Wissenschaftler, die meinen, dem sicher scheinenden Tod schon im Diesseits ein Schnippchen schlagen zu können – ewiges Leben durch moderne Technik. Obwohl der Mensch tödliche Krankheiten wie AIDS noch lange nicht „im Griff“ hat, glauben (vor allem in den USA) viele daran, daß wir kurz vor dem endgültigen Sieg über Tod und Vergänglichkeit stehen

Kochen im Datenraum

Die Zeit

Die globalen Datennetze gelten als Quell überströmender Information. Aber was kann man dort wirklich finden? Ein kleine Suche in der Praxis.

Die Datennetze dieser Welt versprechen vor allem eins: Informationen auf Tastendruck. Als privater Anwender braucht man nur einen Computer, ein Modem, das die Maschine mit dem Telephonnetz verbindet, und schließlich irgendeine Zugriffsberechtigung auf den Datenraum – und schon warten Megabytes, Gigabytes, Terabytes von Daten darauf, abgeholt zu werden. So versichert es der Netzmythos.
Das reizt dazu, die Probe aufs Exempel zu machen. Mit einer alltäglichen Fragestellung, nicht einem jener Computerprobleme, bei denen die Netze traditionell übersprudeln vor Hilfe.

Mein fiktives Problem: Gäste werden erwartet, und sie sollen ein schmackhaftes Abendessen bekommen. Angenommen, alle Vorräte an Kochbüchern, Kochdisketten und Koch-CD-ROMs sind kürzlich einem Küchenbrand zum Opfer gefallen; ich muß mich digital inspirieren lassen. Was liefert die Online-Welt an Rezepten? weiterlesen

Daten im Nebel

Die Zeit

Drei Millionen oder dreißig Millionen Benutzer: Wie groß ist das Internet?

Das Internet, das große, weltumspannende Computernetz mit dreißig Millionen Benutzern…“ – so wird das Internet gern erklärt. Auch in Deutschland finden immer mehr Menschen Zugang zu diesem Kreis global vernetzter User.

Eventuell aber ist der Club wesentlich exklusiver als angenommen: Vielleicht sind es statt dreißig nur drei Millionen Menschen, die das Internet benutzen. Das jedenfalls behauptet der texanische Experte John Quarterman, und ein Artikel darüber in der New York Times sorgt für anhaltenden Aufruhr im Cyberspace